Manfred Michl: Lebenswelten | Zeichnungen und Objekte
09. - 25.06.2021
Zeicnung Manfred Michl
           Manfred Michl, Flyer 2021, Pastellkreide und Zeichenkohle auf Papier 21 x 29,7 cm

CV Manfred Michl:
* 1961, 1988 - 96 Studium HfBK Hamburg. 1996 -98 Udk Berlin.
Einzelausstellungen (Auswahl)
2005 art fair „Berliner Salon“ Berlin, gallery Walden Kunstausstellungen
2007 Egerländer“, gallery  Juraschek Winsen-Luhe
2018 „Stadt“, Foundation for Science and Politics (SWP) Berlin
Gruppenausstellungen (Auswahl)
2017 u.A.w.g. MAJOLIKAM MANUFAKTUR KARLSRUHE
2018 „Alles“ art space, Studio im Hochhaus Berlin
Kunstprojekte (Auswahl)
1997 Art project with patient of the Karl Bonhoeffer mental hospital
1998-2012 Art project with Hans Zerban, „Untergang und Bergung der Titanic“ from the perspective of a mentally disabled person.
2017 Film Project with the „The sun children“ young people with disabilities in
Yekaterinburg, Russia


Pressetext
Lebenswelten
Lebenswelten, in welcher Form auch immer, verändern sich, lösen sich auf und erschaffen sich neu. Das Neue ist in uns schon vorhanden und wird im Laufe der Zeit immer sichtbarer, unter anderem in Form von Strukturen die sich von den alten ablösen.
Lebenswelten, die nicht in unserer sichtbaren Welt stattfinden, die durch Begegnungen zwischen Menschen untereinander und zwischen Menschen und Tieren  entstehen können, sind Inspiration für meine künstlerische Arbeit.
Dabei geht es mir vor allem um die Beziehungen zwischen Menschen und Tieren. Mich interessieren Tiermotive in religiösen und biografischen Zusammenhängen und Tiere, die sich in der Stadt ihren eigenen Lebensraum erschaffen haben.
Vorlagen für meine Zeichnungen sind Fotos von Tieren, die ich selbst fotografiert habe und Fotografien aus meiner Biografie mit entsprechen Tiermotiven. Auch direktes Abzeichnen von Tieren sind Teil meines Arbeitsprozesses.
Mir ist es wichtig eine emotionale Verbindung zu dem jeweiligen Tier herzustellen. Das geschieht unter anderem, indem ich mich mit dem Tiermotiv zeichnerisch auseinandersetze und zum Teil auch die Tierbesitzer*innen mit einbeziehe.

Im zweiten Teil der Ausstellung zeige ich den Film, „Untergang und Bergung der Titanic aus der Sicht von Hans Zerban“

Herrn Zerban lernte ich durch meine Tätigkeit als Nachtwache in einer Wohngruppe für betreutes Wohnen kennen. An den Tagen, an denen ich in seiner Gruppe Nachtdienst hatte, fing ich an, ihm zeichnen und malen näher zubringen. In Gesprächen mit Hans, während des Zeichnens, brachte er seine Vorliebe für Filme und Geschichten, die von Katastrophen handeln, zum Ausdruck.
Herr Zerban war besonders berührt vom Schicksal der Titanic. Ihn begeisterte die Vorstellung, die Titanic bergen zu wollen so sehr, dass er fest entschlossen war, ein Schiff zu entwerfen, welches in der Lage sein sollte, das Wrack der Titanic zu heben.
Ich war von seiner Idee, die Titanic bergen zu wollen, derart fasziniert, dass ich mich mit ihm auf eine Phantasiereise begab, in der wir Möglichkeiten entwickelten, wie man das Schiff wieder an die Wasseroberfläche befördern könnte.
Das Titanic-Projekt schlossen wir nach ca.12 Jahren „Nachtarbeit“ ab, so wurde sein Traum für ihn zur Wirklichkeit.
Nach dem Tod von Herrn Zerban überarbeitete ich den Film nochmals. Die 2019 entstandene Neufassung zusammen mit den Storyboard-Zeichnungen werden im Kellerraum der Ausstellung zu sehen sein.
Manfred Michl, 2021
http://michlberlin.de
Der 06. Beitrag zum Jahresprogramm SEELENKLIMA des EINSTELLUNGSRAUM e.V. 2021

Beginn der Präsentation: 09.06.2021 19:00h per ZOOM

Einführung: Achim Hoops
Anmeldung zum ZOOM unter info@einstellungsraum.de
Dauer der Präsentation: 10. - 25.06.2021
geschlossen wegen Pandemie.
Die Ausstellung ist durch das Schaufenster einsehbar.

Sollte sich durch die Coronaregelungen etwas hinsichtlich Öffnungszeiten
ändern, wird dies hier angekündigt werden.


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FUER KUNST IM STRASSENVERKEHR

Vermittlung von Projekten zwischen
Autofahrern und Fussgängern


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